Dienstag, 10. September 2013

Leben oder Tod?

Straßenhunde in Woronesch (Russland)
Heute hat die rumänische Regierung den Beschluss gefasst, dass Straßenhunde, wenn sie eingefangen und innerhalb von 14 Tagen nicht vermittelt sind, eingeschläfert werden dürfen. Damit reagiert man auf den Tod eines kleinen Jungen, der auf einem Bukarester Spielplatz von Straßenhunden angefallen wurde und seinen Verletzungen erlag.

Ob Spanien, Rumänien, Bulgarien, Russland oder Ukraine - Straßenhunde sind ein Problem. Und meine Haltung zu diesem Problem ist extrem ambivalent. Als Mutter ist für mich die Vorstellung, dass eine Horde Hunde meine Kinder anfallen würde schlichtweg der Horror. Als Straßenhundbesitzerin ist allerdings auch die Vorstellung, dass man diese Geschöpfe tötet, genauso schlimm. Was tun?
Gibt es denn keinen Mittelweg? Kastrationsprogramme, die das Problem eindämmen? Wie haben andere Länder das in den Griff bekommen? In Bulgarien gibt es seit letztem Jahr eine Tierpolizei. Da herumstreunende Hunde meist ausgesetzte Haustiere oder ihre Welpen sind, sieht das Tierschutzgesetz eigentlich vor, dass alle Haustiere elektronisch registriert werden. Das würde dann die Suche nach dem Herrchen vereinfachen und drohende Strafen von bis zu 500 Euro sind kein Pappenstiel. Leider funktioniert das mit der Registrierung noch nicht so, wie man sich das gedacht hat. Ich vermute, es ist ähnlich wie bei uns, wo es ja auch viele Hunde gibt, die weder gechipt noch steuerlich erfasst sind.
Also - unterm Strich glaube ich, dass es Möglichkeiten und Lösungen gibt, die nicht gleich den Tod für jeden Streuner bedeuten. Was denkst Du darüber? Sind Tötungsprogramme sinnvoll? 

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